Inferno in der Idylle: Supercup in Bamberg

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Bamberg, so idyllisch und ruhig, so weit ab von der Lautstärke der Großstädte, in denen Krawall und Remmidemmi die Nächte bestimmen, in denen Autos wie Zigarettenanzünder lodern. Die Fränksche Stadt erlebt dennoch Tumult. Spätestens im Juni, wenn die Basketballer der ersten Liga wieder einmal eine Meisterschaft in die konservative Landschaft tragen, und vor allem im August, wenn der bedeutendste deutsche Spieler auf dem Parkett seinen legendären Sprungwurf präsentiert. Dirk Nowitzki debütierte nach drei Jahren Abstinenz im nationalen Trikot der Basketballmannschaft. Besonders anziehend ist er nun für die Masse, die ihn in der kleinen Arena umzingelte, weil er sich Meister nennen darf, Meister der besten Liga der Welt. Jeder wollte ihn sehen, fotografieren oder gar berühren, den Star aus der Nordamerikanischen Profiliga NBA.

Diese Superlative und die Hype steht seit einigen Wochen in den Medien, ist in vielerlei Munde. Doch eigentlich sehen die Menschen nicht mehr nach links oder rechts während des Spielgeschehens, lassen sich von seiner Präsenz blende. Nowitzki ist ein Spieler mit Ausnahmequalitäten. Das ist klar. Dabei vergessen die Medien, die Schaulustigen, die Sensationssüchtigen, die Extremen gern, dass ein einzelner Spieler in einem Team nicht der Gewinner sein kann. In Bamberg war das Spiel phasenweise sogar homogener und schöner anzusehen als mit dem Krampf, den Riesen von 2,13m einbauen zu müssen.

Hier ein kleiner Eindruck der Nationalmannschaft vom Viernationenturnier in Bamberg:

http://crossover-online.de/FIBA/BEKO-Supercup/Mit-Geduld-nach-Litauen_10291.html

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