Publikation: Mit der Leichtigkeit des Schnees

Mit der Leichtigkeit des Schnees

An einem dieser lausigen, kalt klirrenden Wintertage wacht sie auf. Täglich grüßt das Murmeltier, denkt sie jeden Morgen. Doch dieses Mal ist es anders. Es ist nicht der Alarm, der sie weckt, es sind Stimmen aus dem Nebenzimmer; Stimmen, die sie noch nie gehört hat. Sie grölen laut. Sie lachen obszön. Und die Obszönität schwingt durch den Raum, durch die Wand und dringt in ihr kleines Herz, beschleunigt den Rhythmus. Baaa buum. Baa bum. Ba bumm, ba bumm, ba bumm, ruft ihr Herzmuskel.

Auch wenn es noch zu früh ist; zu früh, aufzustehen, zu früh, sich für den Bus fertig zu machen, aber zu spät, um den Tag lausig und normal zu beginnen; ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Sie schließt die Augen und wartet darauf, dass sich der Tag verschleiert, sich die Stimmen dämpfen und auflösen. Sofort und ohne Abschied. Ihre Augenlider schlagen auf. Ihre Pupillen tasten die vertrauten Wände ab, die an diesem Morgen bedrohlich oder zumindest verändert erscheinen. Die Poster hängen wie immer. Sie entdeckt an oberster Stelle Michael Jordan. Leicht schief thront ihr Sportheld. Das Bild hing immer da und zumindest der Inhalt ist unverändert. Seine rosige Zunge bedeutet die Leichtigkeit seines Tuns; seine großen, dunklen Hände greifen nach dem Ball, seine braunen Augen sind nach oben gerichtet. Weiß glänzt seine List. Gleich setzt er zum Sprung an und die Waden katapultieren ihn nach oben. Soweit, dass seine Hände über den Ring reichen und er den Ball durch die Reuse, die von den Haken des Rings herab hängt, stopft. Die Akteure im Hintergrund spekulieren über die geringfügige Überraschung, die allein deswegen verblüfft, weil niemand weiß, was dieser Mann mit seinem Körper und dem Ball im festen Griff tatsächlich in der Luft anstellen wird.

Die tiefen Stimmen im Nebenzimmer regulieren sich. In einem wirren Kanon erheben sie sich und wandern in den Flur. Ba bumm. Ba bumm. Die Tür aus Buche um ein Fenster aus Milchglas lässt eine Vorahnung zu. Das Mädchen starrt gebannt darauf, auf die sich bewegenden Farben. Blaue und rote, viel beigefarbene Flecken reigen sich. Sie werden klarer, wie die Stimmen. Das Glas geißelt sie. Sie kann sich nicht abwenden. Sie weiß nicht, wen oder was sie ordnen soll, weil ihr die Zuordnung fehlt. Diese Überraschung ist für sie groß, aber keine Spekulation wert. Es hilft ihr kein Gedanke, kein Leitfaden; nichts lässt sich übertragen, um diese Situation zu beurteilen. Also ruht sie und hofft auf den fehlenden Abschied. In der Hoffnung festigt sich ihr Körper und ihre Finger häkeln sich in die Decke ein. Ich muss zur Schule, was soll das also, versucht sie das Gewöhnliche zu beschwören. Langsam und bedächtig zieht sie die Decke über den Bauch. Nach unten. Ihr Blick verweilt auf den schwirrenden Farben vor der Tür. Noch fühlt sie sich sicher. Noch fühlt sie die surreale Absurdität des Morgens, der so traumwandlerisch ist, dass sie an die Realität jenseits des Geschehens glaubt. Kein Geräusch dringt aus ihr oder durch sie verursacht in den Raum, während sie sich aufsetzt. Wer sollte sie auch hören, übertönt das jauchzende Stimmeninferno der Männer alles im Haus und auch außerhalb davon. Vom Flur strahlt mit dem Fremden auch das vertraute gelbe Licht aus der schwachen Glühbirne in ihr Zimmer. Helligkeit genug, um ihre zusammengelegte Kleidung für den neuen Tag vom Boden zu nehmen und neben sich zu legen. Sie beginnt sich auszuziehen. Mechanisch streift sie das Gewand der Nacht ab. Dabei fixiert sie die Einblick gewährende Tür; wodurch sie sich zwar mit den fragwürdigen Geschehnissen davor vereint, sich aber nicht dazu bekennen kann.

Als sie die Augen auf den Stapel Kunstwolle richtet, zerrt eine hohe, lüsterne Stimme an ihren Synapsen. Was machen die? Was machen die mit meiner Mutter? So plötzlich der Schrei erhallt ist, so plötzlich fällt der Schleier und alles wird nah. Ihr Körper wird enger, ihre Arme schmiegen sich an ihre Rippen, ihre Lippen zittern und ihr Kiefer bibbert bis in ihre schlotternden Knie. Ihr Hals zieht sich zusammen, bis nur noch sie und der Mann mit der Hand auf der Klinke in der Kapsel der Unendlichkeit übrig bleiben. Stillstand. Für einen Nanomoment. Doch schon im nächsten schnallt die Tür auf. Seine Füße trampeln auf dem Flaum ihres weichen Teppichs. Halb im Dunklen, halb im Licht stehend verrät seine Mimik: Er giert nach mehr. Ihr Kopf dreht sich zu Michael Jordan. Er setzt zum Sprung an, verliert das Ziel nicht aus den Augen und stößt durch den wehrlosen Ring, der an der federnden Aufhängung nachgibt. Mit seinem Keuchen siecht die verseuchte Luft seines Atems an ihrem Ohr vorbei. Sein furchterregender Schrei schrillt über dem Klang des Mickey Maus Weckers mit den zwei aneinander schlagenden Ohren aus abgewetztem Aluminium.

Die Erinnerung an den Tag, als ihr die Mutter das nützliche Andenken geschenkt hat, ist so alt, dass sie schon fast verblichen ist. Es war in einem der Parks, die die heile Fantasiewelt beschwören, als sie vor der Reinkarnation von Minnie Maus stand. Sie schreckte verdutzt zurück, denn diese Gestalt war nicht weniger massig als alle anderen Personen, die sie umstellt hatten, und nicht zierlich und handgerecht, wie von den Zeichnern der Lustigen Taschenbücher imaginiert. Am letzten Tag im Souvenirshop des Parks mied sie ihre Lieblingsfigur und griff zum Heroen, zu dem vertrauten Symbol männlicher Schutzeskraft, der ihre Illusion bewahren konnte. Die Mutter faltete die Stirn; sie nötigte ihre Stimmbänder jedoch nicht, der fragenden Miene auch eine Tonspur zu geben. Seitdem Mickeys Ohren das Mädchen zu Verpflichtungen wachrufen, verteufelt es die tönende Penetranz, zerreißt sie ihr die Träume.

Im Jetzt wäre wohlwollendes Licht durch ihre Adern geflossen, hätte sie auf die metallischen Ohren schlagen dürfen. Er tut es. Er schlägt auf die Ohren; ihre sind betäubt von seinem Schrei; ihr Gehirn ist leer, ihr Körper locker und angstfrei. Ein Dali-Körper schmilzt über den Rand des Bettes. Baaaa buuum.

Deine Mutter fickt gut. Solltest bei ihr in die Lehre gehen. Vielleicht wird das dann noch was mir dir. Er sammelt sich ein, schließt den Reißverschluss; sein Grinsen scheint sich an den Wülsten des Nackens fortzusetzen. Sie nimmt nicht wahr, dass er die Tür schließt. Michael Jordan gafft nach unten, seine fleischige Zunge wird länger, sie liegt bedrohlich zwischen seinen Zähnen und verhöhnt all diejenigen, die ihn nicht aufhalten können. Unter seiner Leichtigkeit verliert sie die ihre.
Auf die Leere folgt die Ruhe. Die Farben sind verschwunden. Ihr zerlaufener Körper nimmt wieder Form an. Sitzend legt sie die lockere Kleidung an die kühle Haut. Sie atmet flach und langsam dabei, als verweile sie zeit- und raumlos in der abgestoßenen Kapsel. Mehr denn je versucht sie sich darin zu verbergen.

Gestern noch hat sie im Lichtkegel der Tischleuchte englische Wörter in den Kopf gesperrt. Nach der Festnahme hat sie ihren Rucksack kontrolliert. Wohlgeordnet ist alles beisammen gewesen. Unmerklich zieht sie den Rucksack nun zu sich. Ihre feinen Finger mit den kurzen Fingernägeln tasten im schwarzen Loch, das sie bis zum Ellenbogen verschlingt. Langsam führt sie die Hand am Stundenplaner, dem kleinsten Heft, das zu vorderst liegt, entlang über das Mathe- und das Englischbuch und steigt auf zu den Heftern aus Pappe. Blau für Mathe, gelb für Englisch, grau für Geschichte – das sieht sie nicht, weiß es aber. Sie überlegt noch einmal, ob alles Notwendige bereit liegt. Sie hält inne und betritt anschließend mit der schweren Klinke in der Hand den Flur.
Die Augen tasten wie die Füße katzensanft über den Boden. Die ursprünglich weißen Fliesen sind braun überzogen. Ihre Socken kleben an dem Morast. Über das ausfließende Kondom steigt sie nur mühevoll. Keine Kopfbewegung nach links oder rechts lenkt sie von der weit geöffneten Wohnungstür ab. Sie will kein bleibendes Bild, keine konservierte Sinneswahrnehmung bewahren. Sie hält den Atem an. Einzig ihre erste Nase voll des alkoholgeschwängerten und schweißgetränkten Dufts, der sich auf ihre schmalen Schultern legt, wird ihr Begleiter bleiben. Im hundertzehnten Grad ihres Sehfeldes schimmert ihre grüne Winterjacke, die sie dadurch nicht vergessen kann und sogleich greift. Mit der ersten Berührung der Schwelle entfernt sich die Kulisse. Ihre Finger zittern, ihre Kehle ist hart. Sie schlüpft in die Winterboots; von deren obersten Ösen hängen die Enden der Schnürsenkel auf den Boden. Es ist ihr egal. Es ist ihr auch egal, dass sie die Tür nicht schließt. Sie geht die Treppe hinunter. Die Jacke baumelt gleichgültig über dem Arm, mit dem sie sich nicht am Geländer stützt. Ihr Rucksack und die Schwerkraft finden sich. Neben dem Geruch lastet diese gravitative Beziehung auf ihren Schultern. Die Dunkelheit liegt noch über der Stadt, als sie aus dem Haus tritt. Vermummt radelt ein Mann auf sie zu, taxiert sie. Sie registriert ihn nicht, registriert die Kälte nicht, die ihre gedrungene Gestalt einhüllt und durch ihre Poren dringt. Ihr Kopf bleibt leer. Sie starrt vor sich hin, während sie zur Bushaltestelle geht, während sie auf den Bus wartet, während sie zur Schule fährt, während sie den Raum, den Sitzplatz aufsucht und vor der Tafel sitzt. He, ist doch keiner gestorben, spuckt ihr Nachbar neben Brotfetzen aus. Gestorben wird immer, entgegnet sie ihm und wendet sich von ihm ab. Zumindest im Fernsehen, besprüht er ihr glattes, walnussbraunes Haar, in dem sich einige Brocken verfangen. Freunde kommen und gehen. In diesem illusionsfreien Augenblick ist sie allein. Die Zeit rauscht an ihr vorbei. Ihre Notizen sind ordentlich; sie schreibt ab, was die weiße Kreide diktiert. Eine spontane Übelkeit überkommt sie. Ihr Magen verkrampft sich und drückt den Morgen schwungvoll nach oben, ihre Speiseröhre empor und in ihren Rachen. Ohne einen klaren Gedanken formulieren zu können, ohne zu begreifen, was in ihrem Körper vorgeht, liegt der Magensaft schon auf ihren Lippen. Der graue Hefter auf ihrem Tisch bezeugt den neuen Inhalt. Flink verschwinden ihre Füße; sie tragen sie durch den langen Klangkörper. Das Echo ihrer Schritte verliert sich in den Reihen der gelangweilten Mitschüler, als verlöre es seinen Schall in den Abzweigungen eines fernen Canyons. All die Scham unterdrückt sie mit dem nächsten Würgereiz. Über dem kloakearomatischen Porzellan in der Jungentoilette, die der Mädchen liegt fern im anderen Flügel des dreiseitigen Gebäudes, befreit sie sich vom Schmerz und von der Anspannung. Sie kotzt das Innere in den Abfluss, welches mit der Spülung in das unterirdische Dickicht der Stadt gesogen wird.

Der Unterricht schleppt sich ohne sie dahin. Napoleon marschiert ohne ihre Aufmerksamkeit. In ihrem Rucksack liegen die Bücher derweil quer zwischen den Heftern. Wieder drängt ihr Inneres nach außen. Doch mehr als saure Luft stößt sie nicht hervor. Die Luft im Kopf versucht sie indes nicht zu vertreiben, denn das Mädchen verzögert mit ihr Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte und verdrängt Erinnerungen.

Die letzte Sirene des Tages erleichtert den allgemeinen Atem. Ihre Brust hebt und senkt sich wie eine treibende Jolle bei Windstille. Pünktlich wie nie steht der nachtblaue Golf vor der Schule. Der Motor rattert. Sie trottet auf dem Weg, der sie ohne Abweichung zum ungeduldigen Motorengeräusch führt. Auf dem Pfad insistiert ihr Körper.
Was wäre verkehrt daran, über die Schneedecke zu schlendern, so zu tun, als hätte ich sie nie gesehen, und noch einmal mit jemandem zu sprechen, ihr zu zeigen, dass ich von dem Morgen nichts mitbekommen habe und der Morgen nichts von mir? Ich muss den Kopf nur hängen lassen und einfach nicht aufsehen.
Sie behält die Richtung des gepflasterten Pfeils bei, an dessen Ende das Auto die Spitze bildet. Als sie dort ankommt, öffnet sie die Tür und lässt sich in den wärmenden Sitz fallen. Den Rucksack drückt sie gegen den Reißverschluss der grünen Daunenjacke.

Warum hat sie das getan? Ich muss mir vorstellen, wie sie nackt in der Wohnung herumläuft, wie sie völlig dicht und mit Sperma beklebt halb sitzend, halb rutschend auf dem Klo hängt. Allein. Zurückgelassen wie ein Stück Wollust. Es ist beschämend, dass sie ihre Haltung und ihre Würde aufgegeben hat. Gott, es ist so peinlich, wie sie sich gehen lässt.

Die Finger der Mutter zittern, ihr Phlegma hat das fahle Gesicht gestempelt. Es beschreibt die Pein, die sie umgibt. Ungelenk glotzt sie durch die Windschutzscheibe. So etwas wie heute wird nie wieder passieren, bringt sie als einzigen Satz hervor.
Sie hat den Geruch mitgebracht. Er ist an ihr, an mir, im Auto, im Flur, wahrscheinlich in allen Zimmern, in der Küche, im Bad. Überall. Ich werde ihn nie vergessen. Ich werde die Entwürdigung nie vergessen: Wehr dich. Papa, wehr dich. Bitte halte ihr etwas entgegen und lauf nicht wieder davon, lass nicht alles über dich ergehen. Sag ihr deine Meinung. Geh nicht weg und bleib bei mir. Jetzt sitze ich neben ihr. Jetzt sehe ich mit deinen Augen. Sie war die, die alle bloßgestellt hat. Und nun ist sie zerbrochen. Und sie hat mich dorthin mitgenommen. Und du stehst und trampelst auf ihr, auf mir, hast endlich gewonnen. Aber ich musste bleiben. Ich habe dich gebraucht. Wo war deine breite Brust? Wärst du nur einmal nicht gegangen.

Auf dem Gehweg eilen die Kinder nach Hause. Die Kälte des Januars verlangsamt ihre Schritte. Sie verkleinern sich. Tippelnde Stiefel versuchen den tiefen Temperaturen zu entfliehen. Derweil wärmt die Sitzheizung das Mädchen und das Mädchen erwärmt sich für den ausstrahlenden Zorn.
Ich trage Verachtung im Herzen. Jeden Tag und in jeder Minute des Zusammenseins werde ich euch verachten. Ich hasse euch. Ich hasse euren Umgang miteinander, eure Streitereien, die meine Vergangenheit sind und hoffentlich bleiben. Ich will aussteigen und ich will auf das Auto einschlagen, die scheppernde Musik der Fenster hören, die Scherben um mich fliegen sehen; ich will sie um dich fliegen sehen und die Angst in deinen Augen; ich will die Risse in meiner Haut spüren und mich daran erfreuen, dass die volle Wucht deine Sommersprossen zerschneidet.
Wieder kribbeln ihre Finger. Sie zucken und wissen nicht wohin mit den Informationen. Ich dachte, wir machen uns einen gemütlichen Abend. Wie wär’s mit einer DVD, stottert die Mutter sie an. Ihr Hals ist so fest, dass sie keinen Laut und kein Nicken hervorbringen kann.

Abermals mustert sie das Treiben des neuen Jahres auf dem Gehweg. Lichterketten werden abgenommen. Männer mit Handschuhen, dick wie sie Boxer tragen, versuchen die Kabelknäuel zu entwirren. In ihren Jacken wanken sie wie schwarze Marshmallows von einem Fuß auf den anderen. In ihre Gesichter, die sich den roten Mützen angleichen, steigt der Arbeitsfrust. An nur einem Tag beseitigen die Elektriker Weihnachten, Silvester und Neujahr. Die Männer packen den innigen Winter in Kartons und verwahren ihn bis zur wiederkehrenden Saison.

Später in ihrem Zimmer versucht das Mädchen, die Phasen der aufkeimenden Evolution zu verinnerlichen. Dabei lenkt sie nicht das Stück ihres Geburtstagskuchens ab. Es sind die stoischen Wände, die sie zerstreuen. Sie sitzt umrandet von Aufmerksamkeit. Die Zungen sind ihre ersten Opfer. Sie trennt Michael Jordan und Albert Einstein die Köpfe ab. Unter den Klebestreifen verbleiben bedeutungslose Fetzen. Jedes Gesicht, jedes Auge muss von den Wänden. Sie alle sind Zeugen. Sie alle lachen. Panisch greift sie mit beiden Händen in alle Richtungen, reißt ein und ab, was sie greifen kann. Sie will an den Wänden keinen Spiegel der Erinnerungen behalten. Nach und nach überwiegen kahle Stellen. Sie entfernt die haftenden Reste. In der Mitte, gegenüber ihres Bettes, platziert sie eine Schwarzweißabbildung. Ein Mann mit einer Melone auf dem Kopf. Seine schwarzen Haare bedecken den oberen Nacken. Den typischen Gehstock Charlie Chaplins kann sie auf dem Poster nicht sehen, denn nur bis zur Hüfte zeigt er die Rückenpartie. Sie tritt zurück und prüft die horizontale Ausrichtung des einsamen Posters. Die bunten Papiere liegen auf dem flauschigen Teppich. Vorhin noch hat sie die filigrane Arbeit der Elektriker bewundert. Sie macht sich nicht die Mühe, versucht nicht, die Blätter wieder herzustellen und zu verstauen.

Das Mädchen sieht aus dem Fenster und beobachtet die leichten Flocken beim Tanz. Sanft legen sie sich auf die Stadt. Sie weiß, es wird keine wiederkehrende Jahreszeit geben.

–> Richtungsding (http://richtungsding.com/)

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